Schokotumbl

Strategiewechsel für Afghanistan 

Die Konflikte in Afghanistan sind nicht mit militärischen Mitteln zu lösen, die Sicherheit im Land kann nicht durch immer mehr Soldaten verbessert werden”, fasst Dr. Gerd Pflaumer die Lehren aus den Ereignissen der vergangenen Monate zusammen. Von der neuen Bundesregierung sei deshalb ein umfassender Strategiewechsel gefordert. “Derzeit werden drei Vierteln aller Gelder für Afghanistan für militärische Zwecke ausgegeben, nur ein Viertel komme den zivilen, entwicklungspolitischen Projekte zugute.” Eine Befriedung Afghanistans sei aber nur durch den Aufbau von Justiz, Sicherheitskräften und ziviler Infrastruktur zu erreichen, bei der lokale Akteure einbezogen werden. “Die finanziellen Aufwendungen für Afghanistan müssen deshalb dringend umgeschichtet werden, um zivile Aufbau- und Entwicklungsprojekte zu beschleunigen”, fordert der Vertreter der Humanistischen Union. Die Bundesregierung sollte das von ihr versprochene stärkere Engagement bei der Polizei- und Armeeausbildung in Afghanistan wahr machen, denn zu einer Eigenverantwortung der afghanischen Behörden für die Sicherheitslage im Land gebe es keine Alternative.

Außerdem: Den Frieden politisch und mit zivilem Aufbau gewinnen - Ausstieg aus dem militärischen Engagement in Afghanistan

October 14, 2009, the 30th annual awards ceremony of the W. Eugene Smith Memorial Fund took place at the Asia Society in New York City. Lu Guang (卢广) from People’s Republic of China won the $30,000 W. Eugene Smith Grant in Humanistic Photography for his documentary project “Pollution in China”.

Mario Borghezio, Lega Nord (Italy), Member of the European Parliament with the group ‘Europe of Freedom and Democracy’, questions the nominations of Bilderberg and Trilateral attendees for the posts of EU President and EU foreign minister.

Ein Lied für Frau Merkel

Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen. Falls man es tut, wird er zu etwas Totem, Starrem; er wird zu Gier, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgezwungen wird. […] Ich möchte keiner spirituellen Organisation, ganz gleich welcher Art, angehören, und ich bitte euch, das zu verstehen. Ich betone noch einmal, dass keine Organisation einen Menschen zur Spiritualität führen kann. Wenn eine Organisation zu diesem Zweck gegründet wird, so wird sie zu einer Krücke, die euch schwächt, zu einem Gefängnis. Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum, hindern es daran zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben, die ja darin liegt, dass es ganz alleine diese absolute, uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass ich mich – da ich der Präsident des Ordens bin – entschlossen habe, den Orden aufzulösen. Niemand hat mich zu dieser Entscheidung gedrängt oder überredet. Das ist keine großartige Tat, denn ich will keine Jünger oder Anhänger; ich meine das so, wie ich es sage. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen.

Reinhard Mey - Sei wachsam

Evolution, religion, schizophrenia and the schizotypal personality

Stanford’s Robert Sapolsky, one of the most interesting anthropologists I’ve heard lecture, gives us 90 minutes on the evolutionary basis for literal religious belief, “metamagical thinking,” schizotypal personality and so on, explaining how evolutionarily, the mild schizophrenic expression we called “schizotypal personality” have enjoyed increased reproductive opportunities.

Ein anderes Europa schaffen! 

Wenn wir eine andere, eine “bessere” EU wollen, dann müssen wir uns fragen, wie wir die EU von innen her verändern können. Für mich drängen sich vorrangig folgende Möglichkeiten auf:

  • positiver Druck seitens der Zivilgesellschaft auf Regierungen und Parlamente in den Mitgliedstaaten
  • Einflussnahme auf Abgeordnete im Europäischen Parlament
  • Entwicklung einer gemeinsamen Achse zwischen Vertretern der Arbeitnehmer und der mittelständischen Wirtschaft sowohl auf Ebene der EU wie auch weltweit.
  • Europaweite Initiativen der Zivilgesellschaft durch Bündelung all jener Kräfte, denen es um mehr Demokratie, mehr soziale Rechte, ökologische Nachhaltigkeit und ein tolerantes Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionen geht.

Die falsche Wahl 

Die afghanische Regierung hat die Präsidentschaftswahlen massiv manipuliert, und in den westlichen Staatskanzleien herrscht dröhnendes Schweigen. Warum nimmt man die Wahlfälschung einer Regierung, die mit Milliarden aus dem Westen gefüttert wird, billigend in Kauf? Die Antwort ist erschütternd schlicht: Man schweigt, weil man sonst sagen müsste, dass Nato-Soldaten in Afghanistan sterben, um eine korrupte, ineffiziente Regierung an der Macht zu halten, die noch dazu Wahlen fälscht. Diese Wahrheit will kein Politiker aussprechen. Die Legitimationsbasis für den Afghanistaneinsatz bräche augenblicklich weg. Darum sagt man lieber nichts, man flüchtet sich in Worthülsen, oder man redet von den Millionen Mädchen, die dank der Nato wieder zur Schule gehen können, von Brunnen, die gebohrt werden, von Bewässerungskanälen, die wieder instand gesetzt werden, von den Straßen, den Schulen, den Kraftwerken. Und es ist ja alles auch richtig, nur wiegt das die Untaten der Kabuler Regierung und deren Duldung durch ihre westlichen Herren nicht auf. Afghanistan hält eine bittere, aber heilsame Lehre bereit: Der Westen stößt an seine Grenzen, militärisch, politisch und kulturell.

Deswegen müssen wir uns manchmal weigern, auch wenn es keinen großen Einfluss hat. Wenigstens weiß dann die nachkommende Generation, dass es einige gab, die nicht mitgemacht haben.
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